Die Rauhnächte

Damit verbinden wir eine mysthische und magische Zeit. Die Rauchnächte, zwölf Nächte (auch Zwölfte), wie die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigstag auch genannt wird, ist bis heute eine geheimnisvolle Zeit. Irgendwie ein Niemandsland, in der die Zeit für eine Weile steht. Als Rauhnächte werden die 12 Nächte zwischen dem heiligen Abend und dem 6. Januar bezeichnet. Der Begriff „Rau“ leitet sich zum einen von den „rauen Geistern“ ab, die in dieser Zeit ihr Unwesen treiben sollen, und zum anderen vom „Rauch“ bzw. Räuchern, dass in dieser Zeit viel zelebriert wird, um die Dämonen zu vertreiben. Eine andere Erklärung leitet den Begriff vom mittelhochdeutschen „rüch“ ab, dass „haarig“ bedeutet. Das Tierfell, die „Rau(h)ware“ weist auf die enge Beziehung zwischen Tier und Mensch hin, die in dieser Zeit besonders intensiv erlebt wurde. Nicht umsonst behauptet man, dass die Tiere in den Rauhnächten sprechen können – und nicht von ungefähr wurde Jesus im Stall mit Ochs und Esel geboren.

 

Den Ursprung haben die Rauhnächte in der germanisch/keltischen Mythologie. Der germanische Kalender kannte das Mond- und das Sonnenjahr. Das Sonnenjahr mit 365 Tagen und die Mondzyklen mit jeweils 29,5 Tagen ergaben eine Differenz von genau 11 Tagen und 12 Nächten. Die heiligen Rauhnächte. Damit bilden die 12 Nächte eine spezielle „Zwischenzeit“, die eine besondere Energie und eine besondere Funktion hat. Jeder Tag steht für die Energie eines Monats des kommenden Jahres. Für unsere Vorfahren war diese Zeit der absolute Höhepunkt des Jahres. In dieser heiligen Zeit wurde nicht gearbeitet, sondern es wurde Zeit mit der Familie verbracht, gefeiert und auch ordentlich orakelt.

Auch die christliche Mythologie bietet einen Hintergrund für die Rauhnächte. In dieser Zeit zwischen Jesu Geburt und dem Erscheinen der drei heiligen Könige (6. Januar) war Gott sehr spürbar mit den Menschen verbunden und es war eine stille, in sich gekehrte Zeit. Erst mit dem Erscheinen der heiligen drei Könige kam Jesu Geburt sozusagen vollständig „in der Welt an“.

 

Diese Zeit steht von Alters her dafür, dass in ihr die Verbindung zwischen der „menschlichen“ Welt und der „geistigen“ Welt besonders intensiv und eng ist. Es ist die Zeit für Orakel, Visionen oder einfach nur für besondere spirituelle Erfahrungen. Deshalb macht es Sinn, sie auch auf eine besondere Weise zu begehen.

Für den Zeitraum der 12 heiligen Nächte gibt es unterschiedliche Angaben. Am gebräuchlichsten ist aber die Rechnung der 12 Nächte ab dem 24.12. bis zum 5.1.

 

VORBEREITUNG

Die 12 Rauhnächte dienen inneren Einkehr und Ruhe und werden dem Übergang zwischen Chaos und Ordnung gewidmet. Du solltest vor dem 24.12. (besser noch bis zur Wintersonnenwende am 21.12.) alle wichtigen Dinge erledigt und abgeschlossen haben. Es sollte nichts mehr „unfertig“ sein. Sorge dafür, dass dein Haus ordentlich ist, alles seinen Platz hat und dich nicht ablenkt. Schulden sollten bezahlt sein, Geliehenes zurück geben werden und alte Rechnungen beglichen sein.

 

Du brauchst:

  • Räuchergefäß als einfache Keramik oder Tonschalen, es gibt natürlich auch spezielle Räuchergefäße. Je nachdem, wie wichtig dir selbst die Räucherzeremonien sind, solltest du schon darauf achten, dass die Gefäße gut durch die Räume zu tragen sind. Verwende eine feuerfeste Unterlage.
  • Räucherkohle unterstützt den Räuchervorgang. Die kleinste Größe reicht. Es lohnt sich, auf die Qualität zu achten, da hochwertige Kohle besser riecht.
  • Sand streut man auf den Boden des Räuchergefäß. So kann die Kohle besser abbrennen, ohne das Gefäß zu beschädigen.
  • Mörser um die Räuchersubstanzen vor dem Einsatz zu zerkleinern.
  • Diffuser für ätherische Öle. Ich verwende sehr gerne auch einen Diffuser, da ich es als angenehmer empfinde mit den Ölen zu arbeiten, nach dem ich geräuchert habe.
  • Ein Rauhnachtstagebuch ist einfach ein schöner Begleiter. Es empfiehlt sich, eine kleines Büchlein parat zu haben, um hier Gedanken aufschreiben zu können. Schon allein, dass wir uns Zeit nehmen, uns hinzusetzen und die Gedanken, Träume, Impulse, Erfahrungen aufschreiben, lässt uns mehr zur Ruhe kommen.
  • Ein schöner und aufgeräumter Meditationsort sorgt für Behaglichkeit.

 

 

RÄUCHERN

Die Reinigung ist wichtig, denn schlechte Energien (zum Beispiel nach einem Streit) bleiben oft an Ort und Stelle hängen. Instinktiv kennt das jeder, es gibt Räume oder Orte, wo man sich einfach unwohl fühlt, aber nicht genau weiß, warum. Dagegen kann man etwas sehr Wirkungsvolles tun – räuchern.

Aber die Düfte / das Räuchern bewirkt noch soviel mehr, z.B. Weihrauchmischungen können darin unterstützend wirken, tiefer in die Meditation zu finden, die Stimmung zuheben, Gelassenheit und Ruhe zu finden, Schmerzen zu linden und vieles mehr! Auch in der Aromatherapie wird dem Weihrauch zugesprochen alle anderen Aromen in ihren Eigenschaften nochmals um ein Vielfaches zu vertärken. Weihrauch wirkt energetisierend, es schützt und reinigt und öffnet das Tor in die spirituelle Welt. Beim Räuchern werden neben Harzen und Hölzern auch getrocknete Rinden, Kräuter und andere Pflanzenteile verbrannt. Es gibt hier – ähnlich auch wie bei ätherischen Ölen – eine unglaubliche Anzahl an Räuchersubstanzen, die verwendet werden können.

 

Räucherwerk & Ätherische Öle:

  • Angelikawurzel: beseitigt von Energien von Angst und Sorge.
  • Beifuß: rwirkt einigend, gegen Ängste, zum Loslassen, Neubeginn, allgemein gegen Unheil.
  • Eisenkraut: schafft Glück und Erfolg, Klarheit, Kreativität, Erinnerung an Träume.
  • Fichtenharz: wirkt keimtötend, gegen Streitenergien,Eifersucht, Neid. Bei Einzug in ein neues Heim!
  • Lavendel: wirkt reinigend, klärend, entspannend, beruhigend, transformierend.
  • Melisse: schenkt Gelassenheit, Ruhe, Frische, harmonisiert die Stimmung und stabilisiert Gefühle.
  • Myrrhe: lässt negative Gefühle zur Ruhe kommen, wirkt reinigend.
  • Patchouli: öffnet die Tore zum Unterbewusstsein, schenkt uns Klarheit, sowie Mut, Entschlossenheit und Kraft.
  • Rosmarin: weckt Begeisterung, Kreativität, unterstützt beim Loslassen, außerdem weckt er unseren Lebenswillen, stärkt das Selbstbewusstsein.
  • Styrax: „Seelenbalsam“ öffnet uns für die Liebe, harmonisiert Geist und Seele, löst Spannungen und vertreibt negative Gedanken.
  • Tonkabohne: gilt als Glücksbringer, hilft beim Seele baumeln lassen, zieht Liebe an und wehrt Krankheiten ab. (Vor dem Räuchern zerreiben oder im Mörser zerstoßen!
  • Thymian: wirkt keimtötend und reinigend.
  • Weihrauch: unterstützt tiefer in die Meditation zu finden, die Stimmung zuheben, Gelassenheit und Ruhe zu finden, Schmerzen zu linden und vieles mehr!
  • Weißer Salbei: keimtötend, stark reinigend – besonders alte Energien, bringt Ruhe, hilft beim Durchatmen.
  • Wacholder: Schutzpflanze gegen alles Negative, vertreibt eine „vergiftete“ Atmosphäre.
  • Zedernholz: weckt die Fantasie, in der Aromatherapie wird Zedernholz erdende und beruhigende Qualitäten nachgesagt.

Wenn du bestimmte Themen hast, die dich gerade beschäftigen, dann kannst du mich gerne ansprechen und wir finden deine Mischung.

 

… so geht‘s

Zum Räuchern selbst gibt es verschiedene Gefässe und Methoden. Ich setze ein Stück Räucherkohle in eine feuerfeste Schale mit Sand und zünde sie an. Wenn die Kohle ganz weiß geworden ist, setzte ich etwas von der Kräuter-Harz-Mischung auf die Kohle und es fängt zu rauchen an. Mit diesem Rauch reinige ich nun Raum für Raum, gegen den Uhrzeigersinn. Bei geschlossenen Fenstern. Die Ecken sind besonders wichtig, diese nicht vergessen! Hat der Rauch alles erreicht, lüfte ich gut durch. Dabei kann man richtig sehen, wie der Rauch die dunklen Energien mitzunehmen scheint. Gleich danach ist die Reinigung emotional spürbar.

Diese Reinigung sollte man schützen, indem man nochmals mit einer wohlriechenden Kräutermischung räuchert, im Uhrzeigersinn. Ich verwende dafür einen Diffuser mit ätherischen Öle wie z.B. Wildorange & Weihrauch. Dieses Mal bleiben die Fenster geschlossen, die Harmonisierung soll im Raum bleiben. Während dieses Vorgangs kann man seine eigenen Wünsche einbringen, an das Gute denken, das kommen wird, an die schönen Dinge. Man kann mit der Räucherschale die Form einer liegenden „Acht“ nachzeichnen, denn diese Ziffer hat eine besonders starke beschützende Wirkung.

Ich verwende ein Bündel weißen Salbei zum räuchern und zur Reinigung und danach ätherische Öle im Diffuser, da ich sie als angenehmer empfinde.
Dieses Ritual ist nicht nur zu den Rauhnächten schön, sondern kann immer wieder einmal praktiziert werden, besonders schön ist es beim Einzug in ein neues Heim.

 

 

WUNSCH-RITUAL FÜR DIE RAUHNÄCHTE

In der Nacht auf Drei König schließen sich wieder die Tore dieser mystischen Schwellenzeit und das Neue Jahr kann beginnen.

  • Zu Beginn suchst du dir ein schönes Gefäß aus, in den die Wunschzettel jeden Tag hineingegeben werden.
  • Am Morgen oder Abend des 24.12. beginnst du, jeden Tag einen Wunsch zu notieren, der dir gerade an dem Tag in den Sinn kommt. Formuliere ihn positiv und als wäre er schon wahr.
  • Jeden Zettel faltest du zusammen, so dass der Inhalt verborgen ist.
  • In der letzten Nacht, was dann vom 05. auf den 06. sein wird, kommt der 13. Zettel hinzu.
  • Dann wählst du insgesamt 12 Zettel aus und verbrennst diese bei einem Feuerritual. Du gibst die Wünsche voller Vertrauen ab an die höheren Mächte.
  • Den 13. Wunsch liest du im Anschluss: es ist der Wunsch, um den du dich selbst kümmern darfst. Empfehlenswert ist, dass du am 06.01. etwas machst hinsichtlich dieser Aufgabe. Es reicht ein Babyschrittchen in diese Richtung gekoppelt mit der Intention, dass du das schaffen wirst.

 

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Wir begleiten dich durch diese magische Zeit

ISABELLE BOBER

MARA ZARGES

 

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Sonntag den 5. Januar 2020
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